Hacker Pschorr

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Brauerei Hacker-Pschorr: „Der Himmel der Bayern“

Die erste Hacker-Braustätte war das Münchner Brauhaus, so steht es in alten Urkunden. Dort war zunächst eine Gaststätte, in der sich später auch die Brauerei befand. Doch so richtig bekannt war das Bier damals nicht. Die Erfolgsgeschichte begann, als der Gastwirt Simon Hacker die Probstbrauerei im Münchner Brauhaus übernahm und ihr seinen Namen gab.

Hacker-Pschorr´s Bierfestung in München

Richtig erfolgreich wurde die Brauerei, nachdem Joseph Pschorr und Maria-Theresia Hacker, die Tochter des Braumeisters Peter Paul Hacker, 1793 heirateten und vier Jahre später, im Jahr 1797, die Brauerei kauften. Das Ehepaar Hacker-Pschorr – daher auch der Name der Brauerei – erhöhte die Braumenge und ließ in den Jahren 1813 bis 1823 einen großen Lagerkeller in der Landsberger Straße bauen. Das in München als „Bierfestung“ bekannte Lager ist der größte Lagerkeller in Deutschland mit einer Grundfläche von 4.000 m2 und Lagerkapazität für mehr als 35.000 Hektoliter Bier. Gleichzeitig fand dort auch Bierausschank statt. Das Ehepaar machte die Brauerei zu einer der besten in München.

Auf der Erfolgsspur

Joseph Pschorr war auf Expansionskurs und erwarb, noch während des Lagerbaus, im Jahr 1820 die insolvente „Brauerei zum Bauernhansl“ mit allen Nachbargrundstücken. Dort entstand die „Brauerei zum Pschorr“, die Sohn Georg fortan führte. 1825 brannte das Stammhaus ab. Die neue Brauerei fiel nach dem Wiederaufbau deutlich größer aus. 1841 übernahm Matthias Hacker, der Bruder von Georg, die Hackerbrauerei. 1865 zog die Hackerbrauerei in einen Neubau in der Bayerstraße. 1877 zog die Pschorrbrauerei ebenfalls dorthin.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte war der Bau der ersten künstlichen Eismaschine durch Carl Linde 1873. Bis dahin war die Bierfestung mit Natureis gekühlt, um immer eine gleichbleibende Bierqualität zu gewährleisten. Allerdings war der Transport sehr aufwendig und kostenintensiv. Georg Pschorr hatte, wie sein Vater zuvor, sehr ehrgeizige Ziele. Er hatte es sich zum Lebensziel gemacht, die modernste Braustätte zu errichten, die bautechnisch auf dem neusten Stand ist. Daran ließ er 21 Jahre bauen, bis er dieses Ziel erreichte. Am Ende verdreifachte er damit die Jahresproduktion.

Fusion zur Hacker Pschorr AG

Die beiden Brauereien überdauerten Wirtschaftskrisen, Inflation und zwei Weltkriege. Der Biermarkt veränderte sich. Im Jahr 1972 fusionierten die beiden Brauereien Hacker und Pschorr. Die Fusion der Brauereien des Münchner Bierkönigs sorgte für großes Aufsehen. Das Unternehmen hieß fortan Hacker Pschorr AG. Der Jahresausstoß des neu gebildeten Unternehmens belief sich auf 900.000 Hektoliter Bier. Damit war die Brauerei die Nummer drei in München. 1979 übernahm der Unternehmer Josef Schörghuber die Kapitalmehrheit der AG. 1985 erfolgte die Umwandlung in eine GmbH, die zu 100 Prozent Paulaner gehörte. Heute gehört die Hacker-Pschorr Bräu GmbH zum Paulaner Verbund und damit der Brau Holding International (BHI). Dabei handelt es sich um ein Joint Venture der Unternehmensgruppe Schörghuber mit einem Anteil von 50,1 Prozent und der niederländischen Heineken N.V., die einen Anteil von 49,9 Prozent hat.

Kennzeichen Bügelverschluss

Seit 2007 gibt es die Biere von Hacker-Pschorr nur noch mit dem traditionellen Bügelverschluss. Das Unternehmen war die erste Münchner Brauerei, die ihr gesamtes Sortiment umstellte. Seit 2017 hat die Brauerei einen neuen Claim „Der Himmel der Bayern“. Die neuen Etiketten zieren Bayrische Rauten und viele Lieblingsmotive aus München. Das macht die Hacker-Pschorr-Etiketten zu etwas ganz Besonderem.

 

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