Rotbier – Renaissance einer alten Biersorte

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Weltweit ist Deutschland für seine Biervielfalt bekannt. Es gibt etwa 6.000 Biersorten aus über 1.500 Brauereien, die alle streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut sind. Die Braumeister legen all ihr handwerkliches Können in ihre Arbeit und kreieren neue Biervariationen oder brauen nach uralten, längst vergessen geglaubten Rezepten. Ein Beispiel dafür ist das Rotbier. Es ist von mildem, vollmundigem Geschmack mit einem Hauch bittere Schokolade und Karamell. Diese alte Biersorte erobert seit einigen Jahren wieder die Herzen der Biertrinkenden in Biergärten und Lokalen.

Rotbier bei Jüngeren hoch im Kurs

Das feinmalzige Rotbier mit seiner dezenten Karamellnote hat sich zum richtigen Biertrend entwickelt, der insbesondere bei der jüngeren Generation sehr beliebt ist. Viele Brauereien haben mittlerweile das Rotbier wiederentdeckt. Der leichte und harmonische Geschmack entsteht durch die exklusive Verwendung von Aromahopfen. Die leicht trockene Bitterkeit des Bieres macht sich auf angenehme Art bemerkbar.

Wo kommt es her:  Nürnberger oder Belgisches?

Beim Rotbier gibt es zwei Varianten: das Nürnberger Rotbier und das Belgische Rotbier. Das Nürnberger Rotbier geht auf ein Bier aus dem frühen Mittelalter zurück. Das untergärige Getränk brauen die Brauereien ausschließlich mit Gerstenmalz. Das Belgische Rotbier hingegen ist die westeuropäische Variante des süffigen Gerstensaftes. Seinen Ursprung hat es im 19. Jahrhundert.

Rotbier hat in der Regel einen Alkoholgehalt von etwa 5 %, einen süßlich-sauren Geschmack und eine rötliche Färbung, der es seinen Namen verdankt. Traditionell reift das Bier in Eichenfässern. Das süffige Rotbier war schon im Mittelalter eine beliebte Delikatesse, das bereits beim Einschenken ein Genuss für das Auge ist. Die Bierkrone schäumt breit auf. Ihre Farbe hat einen rotgoldenen Ton.

lange in Vergessenheit geraten

Die ausgesprochen schmackhafte Aromakombination aus verschiedenen Malzaromen und die markante Farbe waren weit verbreitet, das Rotbier war sehr beliebt. Doch mit neuen Biersorten geriet das Bier langsam in Vergessenheit. Viele Bierkenner sind sich einig, dass die zu Unrecht geschah. Das vollmundige Bier hat eine dezente Süße, die entsteht, wenn der Zucker beim Brauen erhitzt wird und karamellisiert.

Wie die Farbe in das Rotbier kommt

Wo das Rotbier ursprünglich herkommt, darüber ist sich die Fachwelt nicht ganz einig. Eines ist allerdings sicher: Alle Biersorten mit der typischen Farbgebung, fallen in die Kategorie Rotbier. Dabei reicht die Farbpalette von dunklem Rotbraun bis zu Gelbtönen mit einem kräftigen Rotstich. Je nach Lichteinfall entstehen auch rubinrote, kastanienbraune und sogar fliederfarbene Farbreflexe im Bier. Die Farbe entsteht entweder durch die Zugabe von speziellen Farbmalzen oder durch die Lagerung. Die Farbmalze erhalten die rot-braunen Farbreflexe durch das Trocknungsverfahren bei höheren Temperaturen. In einigen Regionen gelten auch Rauch- oder Braunbier als Rotbier.

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